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Aus dem Wunsch nach einer eigenen Website ist bereits eine recht konkrete Überlegung geworden. Bevor Sie nun mit Ihrem Webdesigner sprechen, können Sie wertvolle Vorarbeit leisten.
Grundlagen für ein Konzept
Vorarbeit hilft Ihnen zum einen, sich über Inhalte und Ziele Ihres Projektes klar zu werden, und zum anderen können Sie Ihrem Webdesigner mit durchdachten Vorstellungen gegenübertreten, die Sie sonst erst im Gespräch definieren müßten.
Es geht bei der Vorarbeit um die Zielsetzung Ihrer Website und um Inhalte verschiedener Art; im folgenden wird erläutert, warum gerade diese Bereiche so wichtig sind.
Zielsetzung
Mit Ihrer geplanten Website verfolgen Sie bestimmte Ziele. Die sollten Sie für den weiteren Verlauf Ihres Vorhabens parat haben, d. h. am besten aufschreiben. Als Anhaltspunkte nehmen Sie diese Stichworte:
Wer sind die Benutzer der Website?
Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Investoren, bestimmte Gruppen mit Zugangsmöglichkeiten wie Senioren, Behinderte, Ausländer, die kein (fließend) Deutsch lesen können.
Stellen Sie die unterschiedlichen Benutzergruppen in eine Reihenfolge, beginnend mit der höchsten Wertigkeit. Dieser Gruppe werden Sie sicherlich die höchste Aufmerksamkeit schenken, aber auch die letzte Gruppe bedeutet Ihnen genug, sonst hätten Sie sie nicht aufgeführt.
Welche Art von Zugriff wird erwartet?
Vertrauliche Daten benötigen sicheren Zugriff. Bestellvorgänge müssen ebenfalls abgesichert werden.
Über welche Rechnerausstattungen und mobilen Geräte erfolgt der Zugriff? Das läßt sich anhand der Benutzergruppen ungefähr bestimmen.
Wo liegt der Schwerpunkt der Website?
Z. B. Handel, Information, Kommunikation. Sicher werden alle Bereiche zum Einsatz kommen, für die Sie sich entscheiden, aber einer steht immer wieder im Vordergrund.
Ihre Aufzeichnungen stellen eine wertvolle Hilfe für den Webdesigner dar. Und Sie können im Projektverlauf überprüfen, ob Ihre Vorgaben die gewünschte Form annehmen.
Die Zielsetzung sollte schließlich auch auf der Homepage deutlich sichtbar und prägnant plaziert werden (siehe Unternehmen).
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Inhalte
Tragen Sie wichtige Informationen zusammen, die Ihnen auch in anderen Bereichen Ihrer Unternehmenskommunikation wertvolle Dienste leisten werden. Daher ist es notwendig z. B. Ihre schriftlichen Aussagen zum Unternehmen gewissenhaft auszuarbeiten. Jungunternehmer und Mittelständler neigen eher dazu, ihr Geschäft verbal (mündlich) zu kommunizieren. Oft scheinen die Zeit oder die Notwendigkeit zu fehlen, die Einzelheiten zusammen zu tragen und daraus eine verbindliche Aussage zu entwickeln. Solange die Beziehungen über persönliche Kontakte laufen, mögen verbale Aussagen genügen. Spätestens bei der Website funktioniert diese Kommunikation nicht mehr. Der Besucher darf konkrete Aussagen erwarten. Werbesprüche und Selbstdarstellungen sind dagegen verpönt: so etwas fällt in die Kategorien »Seitenfüller« und »Zeitverschwendung«.
Die folgenden Stichworte stehen für Bereiche, zu denen Sie viel beitragen können:
- Texte über Unternehmen, Service, Produkte, Zielgruppe, Pressemitteilungen
- Bilder von Ansprechpartnern, Produkten, Arbeitsbereich
- Kontakte E-Mail, Telefon, Fax, Ansprechpartner, Verkehrsverbindungen
- Unternehmen Selbstdefinition, geschäftliche Tätigkeiten, Ziele
- Links Verbindungen zum WWW
Versuchen Sie zu jedem Stichwort etwas auszuarbeiten, auch wenn es schwer fällt. Sollten Sie feststellen, dass Sie hier nicht recht weiter kommen, dann empfiehlt es sich einen Texter zu beauftragen.
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Texte
»Beschreiben« Sie Ihr Unternehmen: Service, Produkte, sonstige Leistungen, Zielgruppen, das Unternehmen selbst. Zu allem läßt sich etwas aufschreiben. Legen Sie dabei besonderen Wert auf Aussagen zur Zielsetzung der Website und zu Ihrem Unternehmen.
Stellen Sie die Vorteile Ihrer Firma heraus: Patente, technische Verfahren, Auszeichnungen. Vielleicht arbeiten Sie sogar mit Pressemitteilungen.
Das World Wide Web ist ein textbasiertes Informationsmedium. Der durchschnittliche Benutzer möchte viele Informationen und diese so schnell wie möglich. Verwenden Sie daher eine klare, verständliche Sprache. Erläutern Sie Fachbegriffe und Sachverhalte, die Ihren Besuchern womöglich nicht geläufig sind. Lassen Sie Ihre Texte auch von unterschiedlichen Leuten lesen.
Es ist bestimmt nicht einfach, sein eigenes Unternehmen schriftlich darzulegen, vor allem, wenn man bislang anders ausgekommen ist. Deshalb noch einmal dieser Hinweis: studieren Sie ähnliche Websites und studieren Sie die Websites, die Sie gern besuchen. Sie werden Anregungen finden.
Die optimale Lösung für gute Texte ist immer noch ein guter Texter, der bereits für das Web geschrieben hat. Er kann Ihr Material so verbessern, dass es bildschirmtauglich ist. Vor allem im Online-Verkauf macht sich diese Leistung bezahlt: Benutzeransprache, Produktbeschreibungen, Kaufabwicklung, Hilfestellungen usw.
Texte
Bilder
Kontakte
Unternehmen
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Bilder
Beschaffen Sie Bilder, die Ihr Unternehmen »beschreiben«, aber vermeiden Sie »Allgemeinplätze«. Ein Foto Ihrer Produktionsstätte hat im WWW nur einen untergeordneten Wert, Produktabbildungen dagegen sind das Nonplusultra. Verwenden Sie weitere Fotos nur dann, wenn sie den Text in seiner Information unterstützen (z. B. technischer Prozeß).
Als schlecht eingestuft werden hingegen Hintergrundfotos, weil sie die Ladezeit unnötig erhöhen und nichts zur Information beitragen, und Agenturfotos mit Models, die offensichtlich nichts mit Ihrer Firma zu tun haben.
Es versteht sich, dass nur Fotos in guter Qualität veröffentlicht werden; gerade bei Produkten ist es unerläßlich. Vielleicht planen Sie bereits an dieser Stelle die Kosten für professionelle Aufnahmen ein. Sollten Sie also an Ihren eigenen Abbildungen berechtigte Zweifel haben, dann beauftragen Sie lieber einen Fotografen.
Texte
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Kontakte
Kontaktmöglichkeiten bilden eine äußerst wichtige Schnittstelle zu Ihrem Unternehmen. Ansprechpartner sollten bestmöglich dargestellt werden. Sie können sich vorstellen, dass niemand gern mit Unbekannten in Verbindung tritt.
Machen Sie also Ihre Ansprechpartner mit der persönlichen E-Mail-Adresse und dem Zuständigkeitsbereich bekannt. Wichtig beim E-Mail-Kontakt ist eine Angabe der Reaktionszeit, wenn nicht umgehend geantwortet werden kann.
Wenn Sie Telefon- und Telefaxanschlüsse angeben, kann es nicht schaden, die internationale Vorwahl zu nennen. Auch die Postanschrift müßte dementsprechend ausgezeichnet werden.
Für den Besucherverkehr empfiehlt sich ein Ortsplan mit eingetragenem Firmensitz und Anfahrtsmöglichkeiten (Pkw, öffentliche Verkehrsmittel). Wenn Liefer- und Lastverkehr zum Geschäft gehören, geben Sie alle Verkehrsverbindungen bekannt, am besten mit Entfernungsangaben. Lassen Sie diese Straßenpläne möglichst von einem Grafik-Designer anfertigen, der das Wichtige herausstellt.
Alle Angaben zur Kontaktaufnahme sollten selbsterklärend sein, also Antworten geben, aber keine Fragen aufwerfen. Sie ersparen sich und Ihren Mitarbeitern wertvolle Arbeitszeit.
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Unternehmen
Die Ziele Ihres Unternehmens bzw. Ihrer geschäftlichen Tätigkeiten gehören zu den wesentlichen textlichen Äußerungen innerhalb der Website. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen (siehe auch: Texte), damit Ihre Besucher sehen, mit wem sie es zu tun haben. Viele Websites verweisen über einen Homepage-Link auf ihre Unternehmensdaten (»Über uns« oder »Über dieses Unternehmen«). Dieser Link wird übrigens häufiger benutzt, als man annimmt.
Informieren Sie Ihre Besucher auch über Ihre künftigen Aktivitäten, sofern Sie diese in absehbarer Zeit verwirklichen werden (z. B. Eröffnung einer Filiale, Ausweitung des Lieferservices, Aktivitäten im Umweltschutz). Auch Bestrebungen Kooperationen einzugehen oder die Suche nach Investoren haben hier ihre Berechtigung. Wenn diese Aktivitäten umfangreich ausfallen, werden sie auf eigenen Seiten dargestellt.
Schließlich muß die Zielsetzung der Website formuliert werden. Der Besucher bzw. Benutzer möchte ohne Umwege erfahren, welche Tür er geöffnet hat. Das heißt: prägnant formulieren und deutlich sichtbar plazieren.
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Links
Das World Wide Web lebt von Links (Verknüpfungen). Das sind nicht nur die Links innerhalb einer Website, sondern auch Verknüpfungen zu anderen Sites - das macht das WWW zum Netzwerk. Keine Website kann alle Informationen bieten, die ein Thema ausschöpfen. Nutzen Sie die Möglichkeiten des WWW und setzen Sie Links zu anderen Websites, bei denen Ihre Besucher weiterführende Informationen finden können.
Interessante Adressen für Links (bzw. Verlinkungen) ergeben sich zunächst aus Ihrem beruflichen Umfeld: Großhändler, Lieferanten, Kunden, Berufsverbände, lexikalische Seiten, Archive, Ihre Stadt und Ihre Region. Nutzen Sie Ihre Kontakte und holen Sie sich die Erlaubnis für eine Verlinkung ein, noch besser ist ein Linktausch: dann erscheint Ihre Web-Adresse auf der Partnerseite.
Darüberhinaus können Sie selbst eine Recherche durchführen: außer zahlreichen ähnlichen Websites werden Sie bestimmt auf Interessenverbände, User Groups und Communities stoßen. Vielleicht ist etwas Interessantes dabei.
Nehmen Sie nur ausgewählte Links zu Websites auf, die vielversprechend und außerdem seriös wirken. Diese empfehlenswerten Sites sollten Sie knapp kommentieren, damit der Besucher weiß, was ihn dort erwartet. Aber vermeiden Sie Linklisten: es schadet Ihnen eher, wenn Sie Ihre Seiten damit vollstopfen.
Wichtig: Alle internen und externen Links müssen regelmäßig auf ihre Funktion überprüft werden.
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Weiter geht's: Schrittweise ins Netz
Autor: Frank Baranowski, 2005.
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Informationen, bitte!
Bei der Planung einer Website nimmt der gewerbliche Teil (z. B. Online-Shop) schnell die verfügbare Zeit in Anspruch. Dabei können wesentliche Inhalte wie Service, Benutzbarkeit und Information leicht ins Nebensächliche geraten. Vermeiden Sie das. Zeigen Sie dem Besucher alles, was er braucht, um Ihre Website zu benutzen.
Kommunikation und Handel funktionieren im WWW auf einer anderen Ebene. Der User (Benutzer) ist ungeduldig: wo er nicht weiterkommt, dahin wird er kaum zurückkehren. Er findet woanders genügend Alternativen, die ihn zufrieden stellen. Und die sind nur einen Klick entfernt.
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